Campingplatz an einem Fluss in Norwegen


Wildampen an einem See in Schweden


Campingplatz auf Oeland Sweden 1984

Endurowandern und Wildcampen am Strand 1984


Campingplatz mit Tisch und Bank im Schwarzwald




Wildcampen vs. Campingplatz

Das freie Zelten abseits ADAC getesteter Campingpätze ist sicher die abenteuerlichste Weise, im Zelt zu übernachten. Doch auch das Wild­campen hat seine Schattenseiten, so wie ein schöner Campingplatz durch­aus seine Vorteile haben kann.

Wildcampen
Warum ich es liebe:

Habt ihr den einleitenden Text auf meiner Startseite gelesen? Jener Tag, als ich das Foto aus dem Cockpit meiner KTM gemacht habe, war so unglaublich schön. Wir waren bereits einige Kilometer in den Wald hineingefahren und gerade als wir umkehren wollten, öffnete sich diese wunder­schöne, sonnige Lichtung vor uns. Ein sandiges Seeufer, warm, sonnig und Feuerholz im Überfluss.

Tief im Wald am Ufer eines kleinen Sees zu zelten, die Enduro direkt daneben, und Fleisch am Lagerfeuer zu grillen, das ist Abenteuer und Romantik pur.

Es gibt keine nervigen Zeltnachbarn und keine Übernachtungsgebühr. Keine Platz­ordnung und keine Dauercamper.

Oh, ich liebe das Wildcampen...!

Campingplätze
Was ich an ihnen liebe:

Es ist wunderbar, sein Zelt auf einem schön gepflegten Rasenplatz aufzustellen, wo der Untergrund weich und eben ist.

Sowie das Lager steht, gehe ich in Ruhe duschen und wasche die Anstreng­ung des Tages von mir ab. Ich fühle mich wie ein neuer Mensch und besorge mir im Cam­ping­shop gleich noch zwei Flaschen Bier.

Dann schmeiße ich den kleinen Einweg­grill an und atomisiere ein paar richtig fette Ribeye Steaks. Mein Zelt steht neben einem Tisch mit einer Bank, wo ich mich mit meinem ganzen Kram ausbreite und in Ruhe essen und Tagebuch schreiben kann.

Und wenn ich morgens wach werde, gehe ich ins Waschhaus, mache mich frisch und male mir in Ruhe ein neues Gesicht. Danach bin ich bereit für einen weiteren Tag im Sattel meiner Enduro.
Warum ich wildcampen ätzend finde:

Wildcampen? Das klingt doch nur so roman­tisch. Es ist schon schwierig genug, über­haupt einen geeigneten und ebenen Platz zu finden, wo Zelten auch erlaubt ist.

Als Frau finde ich es mega ätzend, dass es keine Duschen gibt und vor allem keine Toiletten. Das ist doch total ekelig. Für eine Nacht geht es vielleicht, aber für länger?

Außerdem muss ich meinen eigenen Was­ser­vorrat mitschleppen, sonst ist nichts mit Kaffeekochen und mit Waschen auch nicht.

Und dann das Ungeziefer. Beim Wild­cam­pen gibt es eine Zentillion mehr Mücken, Zecken und anderes Geziefer. Die Biester wohnen im Gras und freuen sich einen zweiten Saugrüssel, wenn ich mein Zelt in ihrer Mitte aufschlage. Ich erinnere mich an 2007 in Dalarna. Die Mücken wollten mich auffressen, bis ich mir das Autan schließ­lich wie Wasser über den Kopf gegossen habe. Brrr, schon bei der Erinnerung fängt es wieder zu kribbeln an...

Warum ich Campingplätze ätzend finde:

Es gibt ein Vorurteil, wonach Camping­plätze die absoluten Spießer­hochburgen sind.

Und warum hält sich dieses Vorurteil so hartnäckig?
Weil es wahr ist. Aber sowas von...


Gerade die hervorragend bewerteten 5 Sterne Plätze sind besonders schlimm. Wer jemals im Waschhaus neben Bade­latschen tragenden Dauercampern gestan­den hat, der weiß was ich meine. Von denen können sogar die Schrebergärtner noch was lernen.

Auf meiner Rückreise aus Frankreich habe ich im Schwarz­wald auf einem Platz über­nachtet, da gab es mehr Verbots-, Gebots- und Hinweisschilder, als am Checkpoint Charly. Und als ich meinen Müll loswerden wollte, fühlte ich mich an Ephraim Kishons Reise durch die Schweiz erinnert.

Campingplätze sind einfach grässlich...!

Fazit:
So einfach ist das gar nicht, mit dem Wildcampen vs. Campingplatz. Ich habe schon so unglaub­lich schön frei gezeltet, dass ich es nie vergessen werde. Es war genauso abenteuer­lich und romantisch, wie man es sich in seinen Träumen vorstellt.
Ebenso habe ich aber auch schon mitten in der Nacht in Norwegen mein Zelt in der matschigen Fahrspur eines Forstweges aufgestellt und alles war dreckig, nass und ekelig.

Es gibt aber auch traumhaft schöne Campingplätze in Schweden und Norwegen, die jeden Gedanken an freies Zelten vergessen lassen. Da steht man auf einer Wiese direkt am Fluss und es ist erlaubt, Lagerfeuer zu machen. Ich werde nie vergessen, als mein Kumpel Markus an der Rezeption gefragt hat, ob wir Feuer machen dürfen. Dann die ratlosen Gesichter, weil sie die Frage gar nicht verstanden haben. Die dachten, wir wären vielleicht einfach zu blöd, selbst ein Feuer anzuzünden, oder was soll die Frage?

Der Traum aller Wildcamper ist das Vildmarkscamping Hätteboda in Urshult, Schweden. Das ist ein Campingplatz für Wildcamper. Man liebt es, oder man hasst es. Ich finde es toll.

Ich liebe es, ab und zu eine Nacht wildzucampen. Ich muss aber zuerst eine richtig schöne Stelle finden und es sollte nicht gerade regnen, dann ist es wunderbar. Aber am nächsten Tag darf es gerne wieder ein Campingplatz sein. Komplett mit Duschhaus und Dauercampern...









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Svenja Svendura EndurowandernMade by Svenja Svendura on Apple iMac with Panic Coda and Photoshop Elements.