INHALTSVERZEICHNIS
  1. Gesund bleiben
  2. Regenkombi statt Goretex
  3. Radlerhosen auf der Enduro?
  4. Die Ausrüstung hinterfragen
  5. Reisetagebuch führen
  6. Der richtige Lagerplatz
  7. Reiseportionen
  8. Sitzkissen
ein Platzhalter Wheelys mit dem Motorrad ein Platzhalter Regenwetter auf dem Motorrad ein Platzhalter Regennasse Klamotten ein Platzhalter Regenkombi anziehen ein Platzhalter Radlerhose auf dem Motorrad ein Platzhalter Endurowandern Gepäck Campingausrüstung ein Platzhalter Svenduras Reisetagebuch ein Platzhalter Enduro neben dem Zelt ein Platzhalter Enduro neben dem Zelt ein Platzhalter


Tipps & Tricks

Svendura Drehzahlbegrenzer KLX250 Tuning entdrosseln Was ich euch hier so vollmundig als Tipps und Tricks verkaufe, ist sicher keine Atom­physik und manches erscheint sogar belanglos, aber genau diese kleinen Ideen und Anregungen sind es, die Enduro­reisen mit Zelt und Schlaf­sack so einfach und unkomp­liziert machen.


1. Gesund bleiben
Das klingt nun wirklich wie der präsenile Rat einer alten Oberlehrerin, aber es steckt doch wesentlich mehr dahinter.

Wenn es auch zuhause gerne mal ein kleiner Stunt sein darf, so werde ich doch immer vorsichtiger, je weiter ich von zu Hause weg bin. Oder wollt ihr euch den Urlaub vermasseln, nur weil der Wheely vor der Eisdiele in Stockholm mit einem filmreifen Backflip endet? Und muss wirklich jede Serpentine auf der letzten Rille gefahren werden, wie ich es auf der Route des Cretes um ein Haar übertrieben hätte?


2. Das Missverständnis über Membranbekleidung
   oder: Regenkombi statt Goretex

Warm, trocken und gesund zu bleiben, ist auf Reisen mein oberstes Ziel, denn sonst ist der Spaß am Urlaub schnell vorbei. Einige Male ist das gründlich schiefgegangen und ich war so durch­nässt und verfroren, dass ich fast aufgegeben hätte. Mein Fehler war es, mich allein auf meine teuren, neuen Membranklamotten zu verlassen, aber inzwischen kenne ich den Trick:

Verlasst euch auf Reisen niemals allein auf Membrankleidung, selbst wenn die Idee hinter Goretex®, Sympatex® und Co wirklich gut ist: Das HighTech Gewebe hat winzig kleine Löcher, die Luft und Feuchtigkeit nach außen lassen sollen, ohne dass Wasser eindringen kann. Das funktioniert je nach Qualität der Bekleidung und der darin verarbeiteten Membrane oft erstaunlich gut.

Es gibt aber eine grundsätzliche Schwachstelle dieser Konstruktion und das ist die Bekleidung selbst. Die ist nämlich keineswegs wasserdicht und darf es auch nicht sein, sonst könnte die Membrane ihren Job nicht mehr erledigen, der darin besteht, Feuchtigkeit nach außen zu transportieren und Luft hinein zu lassen. Das Regenwasser darf also erst einmal recht ungehindert bis zur Membrane gelangen, die irgendwo im Innern der Bekleidung entweder eingehängt, oder auflaminiert ist.

Erst dort soll die Membranwand das weitere Eindringen von Feuchtigkeit verhindern. Das führt aber zwangsläufig dazu, dass die Kleidung selbst sich allmählich voll Wasser saugt und dabei immer nasser und schwerer wird.

Selbst wenn die Membrane dicht hält, hat man abends im Zelt einen großen, schweren Sack nasser Klamotten neben sich liegen, der morgens noch genauso nass ist. Und wer jemals aus dem Schlafsack in nasse Motorradsachen gestiegen ist, um dann im Regen sein Zelt abzubauen, der weiß, wie völlig unlustig das ist.

Ganz klar: Auf einer Tagestour, oder dem Weg zur Arbeit, funktioniert Membranbekleidung wirklich prima. Ein, oder zwei Stunden Dauerregen halten die Sachen fast immer dicht. Und falls nicht, kann man sich zuhause umziehen und sich laut schimpfend unter die heiße Dusche stellen. Das ist auf Reisen anders und nach meiner Erfahrung wird die Membrane spätestens nach vier, oder fünf Stunden Dauerregen langsam durchlässig.

Endurowandern mit Svenja


Und so mache ich es heute: Noch bevor es anfängt zu regnen, ziehe ich eine Regenkombi aus PVC über. Diese Pelle übersteht selbst stundenlangen Dauerregen ohne Probleme, während meine Motorrad­sachen darunter schön warm und trocken bleiben. Und sollte es doch zu einem kleinen Wassereinbruch kommen, wird die Membranbekleidung darunter locker damit fertig.

Auf meiner Deutschlandtour 2007 habe ich mich noch allein auf meine Polotex® Klamotten verlassen und die Tour wird mir ganz sicher immer als Die Tauchfahrt des Schreckens in Erinnerung bleiben.


3. Radlerhosen auf der Enduro?
Einzylinderenduros sind wirklich klasse zum Reisen und Endurowandern, wenn bloß die Sitzbänke nicht so schmal und hart wären. Schon für meine Yamaha TT600R hatte ich mir im Karstadt Sporthaus eine richtig gute Radsporthose für Rennradfahrer gekauft. Diese Radlerhosen sind innen mit dicken Polstern versehen und entlasten das Steißbein.

Mit der Polsterhose dauert es schon etwas länger, bevor mich mein schmerzender Dubs dazu zwingt, ein Stück im Stehen zu fahren, wild in meinen Helm zu schimpfen, oder doch endlich eine Pause zu machen. Wichtig ist es, die Hose direkt auf der Haut zu tragen. Das spezielle CoolMax Polster ist waschbar und trocknet auch recht schnell wieder.


4. Die Ausrüstung hinterfragen
Nach jeder Reise muss die gesamte Ausrüstung in den Recall. Was hat gefehlt? Und noch viel wichtiger: Was war nur überflüssiger Ballast und bleibt nächstes Mal gefälligst zuhause? Und welcher Teil der Ausrüstung hat seinen Job nicht richtig gemacht und wird durch einen anderen, einen besseren Kandidaten ersetzt?

Auf keinen Fall geht es darum, immer mehr und mehr Zeug mitzuschleppen, sondern ganz im Gegenteil: Was könnte ebenso gut zuhause bleiben? Ich will nur die Gegen­stände auf dem Motorrad transportieren, die wirklich nötig sind. Die aber müssen von bester Qualität sein. Es hat Jahre gedauert, bis ich die optimale Ausrüstung beisammen hatte, auch deshalb, weil ich mir die wirklich guten Sachen nicht gleich leisten konnte. Stück für Stück habe ich jedes Teil der Ausrüstung gegen einen leichten und hochwertige Artikel aus dem Outdoor­shop ausge­wechselt und versucht, immer das Leichteste und Beste zu kaufen.

Gute, wasserdichte Klamotten, ein hochwertiges Trekkingzelt, eine saubequeme Liegematte und ein wirklich guter Schlafsack sind am wichtigsten. Wenn ich dann nach stundenlanger Regenfahrt trocken in meinem kuscheligen Daunenschlafsack liege und der Regen aufs Zelt trommelt, ist die Welt draußen mir erst einmal völlig egal und ich schlafe glücklich ein.


5. Reisetagebuch führen
Ich liebe es, abends vorm Zelt zu sitzen und mit spitzem Bleistift in mein Reisetagebuch zu schreiben. Dazu habe ich mir eines der legendären Moleskine Notizbücher zugelegt, in die schon der olle Hemmingway seine Geschichten geschrieben hat.

Moleskine Reisetagebuch
Mein Reisetagebuch von Molskine®

Ich notiere alles, das mir berichtenswert erscheint und besonders die Kleinigkeiten sind es, die mir später beim Erinnern helfen. Zuhause fällt es mir dann ganz leicht, das Erlebte in html zu verewigen.


6. Der richtige Lagerplatz
Ich suche rechtzeitig einen Lagerplatz und habe mich vorher schon im Supermarkt mit allem eingedeckt, das ich für den Abend brauche. Gerade beim Wildcampen muss man viel Zeit für die Suche nach einem geeigneten Lagerplatz einplanen. Lieber etwas länger suchen, als später zu bemerken, wie bescheiden man steht und vielleicht sogar umlagern zu müssen.

Nach dem Lagermachen die nähere Umgebung des Lagers vor Anbruch der Dunkelheit erkunden und genügend Feuerholz sammeln. Das Feuer bloß nicht zu nahe am Zelt machen und dabei auch auf die Windrichtung achten, denn das teure Hightechgewebe reagiert auf Funkenflug extrem pissig mit schönen runden Löchern.

Beim Abstellen des Motorrads unbedingt darauf achten, dass es nicht umfallen und einen nachts im Zelt besuchen kommen kann. Das wäre mehr als übel. Es muss also mindestens zwei Meter weit weg vom Zelt stehen.


7. Reiseportionen
Never würde ich auf dem Motorrad die üblichen Standardgrößen von Shampoo, Waschmittel und Zahncreme transportieren. Im Drogeriemarkt gibt es Shampoo und Kosmetika in genialen Reisegrößen. Wem diese Portionen zu klein sind, der nimmt eher zwei Miniportionen, anstatt mit der großen Tube auf Reisen zu gehen.

Beschreibung

Selbst Abschminktücher, Deos und Sonnencreme habe ich schon in praktischen Reisegrößen entdeckt. Seht euch das Foto an und ihr bekommt einen Eindruck davon, wieviel Platz sich sparen lässt.


8. Sitzkissen Airhawk
Die schlechte Nachricht zuerst: Das Kissen ist schweineteuer, es kostet mehr als 100 €. Die gute Nachricht: Es vollbringt Wunder im Sitzkomfort. Nach meiner Schottlandreise von ca. 4.500 km habe ich meine Radlerhose in Rente geschickt. Sie ist durch das Airhawk über­flüssig geworden.

Beschreibung

Das Airhawk ist kein Gelkissen, sondern man sitzt auf einem Luftpolster, ähnlich einer Isomatte. Über ein Ventil lässt sich der Druck regulieren. Es soll nur gerade eben genug Luft darin sein, dass noch ein dünnes Luftkissen den Po von der Sitzbank trennt. An das schwammige Sitzgefühl muss man sich kurz gewöhnen.

Tut euch selbst den Gefallen und spart nicht am falschen Ende, indem ihr für den halben Preis ein Gelkissen vom Discounter kauft. Die Idee hinter dem Airhawk stammt aus dem Sanitäts­bereich, wo es für Rollstuhlfahrer entworfen wurde. Für mich vollbringt das Kissen auf der schmalen Bank der KLX wahre Wunder. Ich würde es jederzeit wieder kaufen.









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Svenja Svendura EndurowandernMade by Svenja Svendura on Apple iMac with Panic Coda and Photoshop Elements.