

Endurowandern in Schweden, Sommer 2005
Berichte über Extremreisendurch durch 17 Länder in 12 Wochen werdet ihr hier vergeblich suchen. Hier geht es um Touren in Europa, wie jeder sie fahren kann.
Von meinem Wohnort Kiel aus sind es nur 300 km bis Malmö, Schweden. Sowie man die Großstadt hinter sich gelassen hat, geht es über ruhige Nebenstrassen durch die traumhafte schwedische Landschaft. Ich fahre ganz locker in den Nachmittag hinein und besorge mir im letzten Dorf vor dem Lagerplatz frisches Brot und etwas zu Grillen. Danach geht es auf der Landstrasse weiter, bis ich mich irgendwo links, oder rechts in die Büsche schlage und mit der Enduro ein paar Kilometer in den Wald hineinfahre. Immer schön auf den Wegen und nicht zu laut. Anschleichen statt Akrapovic...!
Die Chancen stehen gut, nach kurzer Zeit auf einen kleinen See zu treffen, wo ich in aller Ruhe mein Zelt am Ufer aufschlage. Schnell noch etwas Feuerholz gesammelt, eine passende Feuerstelle gebaut, um keinen Waldbrand zu entfachen und der gemütliche Teil kann beginnen. Da muss doch auch noch eine Dose Bölkstoff in der Gepäckrolle sein?
Die Nacht im Zelt ist Entspannung pur. Keine nervigen Campingnachbarn, von den Mücken einmal abgesehen. Und Bären gibt es doch erst ganz oben in Schweden, oder? Was hat da geknackt? Förster? Bär? Bike umgefallen? Für mich schon ein kleiner Hauch von Abenteuer.
Ach ja, und die Mücken? Sind die wirklich so schlimm? Ich denke, wenn man ganz ehrlich ist: ja! Sie wollten mich fressen, aber ich habe mehr von ihnen getötet, als umgekehrt.