Inhaltsverzeichnis
Anreise
Tag 1: Kiel - Esbjerg
Tag 2: Harwich - Adderbury
Tag 3: Adderbury - Pencelli
Irland
Tag 4: Pencelli - Rosslare
Tag 5: Rosslare - Clonmel
Tag 6: Clonmel -Skibbereen
Tag 7: Beara Peninsula
Tag 8: Ring of Kerry - Dingle
Tag 9: Dingle Peninsula
Tag 10: Cliffs of Moher
Tag 11: Galway und Achill Island
Nordirland
Tag 12: Achill - Lough Erne
Tag 13: Giant's Causeway
Tag 14: Mountains of Mourne
Irland
Tag 15: Wicklow Mountains
Tag 16: Rathdrum
Tag 17: Die Wicklows - Rosslare
Wales
Tag 18: Pembroke - Cardigan
Tag 19: Cardigan - Disserth
Tag 20: Disserth - Porthmadog
Tag 21: Porthmadog
Tag 22: Porthmadog
Tag 23: Snowdonia Rundtour
Tag 24: Brecon Beacons
England
Tag 25: Pencelli - Cotswolds
Tag 26: The Cotswolds
Tag 27: Highfield Farm
Heimreise
Tag 28: Harwich International Port
Tag 29: Esbjerg - Kiel
Fazit der Reise Platzhalter Route Irland 2012
Platzhalter Route Irland
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Info: Rock of Cashel
Rock of Cashel bezeichnet den Felsen über der Stadt Cashel mit der Festungsanlage darauf. Das älteste Gebäude ist der hohe Rundturm, der je nach Quelle zwischen 849 und 1101 datiert wird.
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Über Jahrhunderte galt The Rock als Symbol königlicher und kirchlicher Macht. Ab dem 4. Jahrhundert war der Felsen Sitz der Könige von Munster, die über ganz Südirland geherrscht haben. 1101 wurde Cashel an die Kirche übergeben.

Die Anlage kann täglich ab 9 Uhr besichtigt werden.
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Info: The Hideaway Camping
In Skibbereen, nur wenige hundert Meter von der High Street entfernt, liegt The Hideaway Camping Park.

Zelte werden im hinteren Bereich des Platzes, weit weg von der Straße und getrennt von weißer Ware aufgestellt, von wo man einen schönen Blick in die Landschaft hat.

Die Waschräume sind tiptop und modern, wenn auch ohne Einzel­wasch­kabinen.

Preis 2012: Mit Zelt und Motorrad habe ich alleine 10 € bezahlt.

Würde ich dort noch einmal zelten?
Ja. Der Platz ist in Ordnung und es gibt keine Alternative in der Nähe.

Weniger schön: Der Platz liegt nahe an der Ausfallstraße aus Skibbereen.



The Rock of Cashel

Nacktschnecken im Zelt Ein hef­ti­ger Platzregen geht aufs Zelt nie­der und weckt mich damit. Ich strecke mich aus­giebig und genieße noch einen Moment die Wärme im Schlaf­sack, bevor ich end­gültig die Augen auf­schlage und die Welt mich wieder hat.

Der Morgen dämmert gerade erst und im frühen Zwielicht entdecke ich eine Herde Nackt­schnecken, die sich während der Nacht zwi­schen Innen- und Außen­zelt nach oben geschleimt haben. Mit dem Wetter zusammen sind sie die gelungene Einstimmung für einen Besuch im Waschhaus.

Das Beste, was ich über die Waschräume sagen kann, ist, dass ich sie für mich alleine habe, aber das ist auch kein Wunder, weil ich der einzige Gast auf der Farm bin. Im Rekordtempo erledige ich die Basics: Zähneputzen, Gesicht waschen, Wimpern tuschen, fertig. Eher nehme ich eine Dusche in Bate's Motel, als mich hier auszuziehen und in eine der Kabinen zu stellen.

Waschraeume Campingplatz

Der Regen hat inzwischen nachgelassen. Im Rekord­tempo packe ich meine Sachen zusam­men und stopfe das nasse Zelt in seinen Packsack. Dabei schnipse ich so viele Schnecken herunter, wie ich nur erwischen kann. Um den Rest werde ich mich heute abend kümmern.

Es ist noch früh, als der Motor der Kawasaki warmläuft und ich die orange Regenkombi mit der Ente auf dem Rücken anziehe. Heute geht es an die Südwestküste Irlands. Dort warten der Ring of Beara, Ring of Kerry und die Dingle Peninsula auf mich, die bekannten Highlights jeder Motorradreise durch Irland. Zuvor aber werde ich einen Abstecher zum Rock of Cashel machen, einer Festung, die als Wahrzeichen Irlands gilt.

Rock of Cashel

Schon aus einiger Ferne ist die Festung zu sehen, wie sie majestätisch die Stadt Cashel über­ragt. So majestätisch man eben aussieht, wenn man zur Hälfte eingerüstet und mit einem Netz ver­hangen ist.

Rock of Cashel

An diesem Morgen bin ich die einzige Besucherin weit und breit. Sogar der Souvenirshop liegt verlassen im Regen. Fahrzeuge müssen am Fuß der Burg abgestellt werden, aber danach ist mir nun wirklich nicht. Vermutlich hat das Schild eher empfehlenden Charakter und so nehme ich es nur wohlwollend zur Kenntnis, bevor ich mit dem Motorrad nach oben direkt vor den Eingang fahre.

Im Regen stehe ich vor der imposanten Mauer und schaue nach oben, aber hinein komme ich nicht. Es ist zu früh, die Burg öffnet erst um neun und solange möchte ich nicht warten. Viel mehr als die bekannten Sehenwürdigkeiten eines Reiselandes interessieren mich seine Menschen. Ich möchte sehen, wie sie leben, wohnen, arbeiten und ich möchte mit ihnen ins Gespräch kommen. Mein Spezialgebiet sind Butcher...

Rock Cashel Irland

Nach wenigen Minuten habe ich genug von Cashel gesehen und fahre weiter nach Tipperary. Dort lenke ich die Kawasaki unter das Dach einer Tankstelle und bin froh, für eine Weile aus dem Regen herauszukommen. Wenn ich in der Regenkombi fahre, sind Tankstellen meine liebsten Frühstückslokale. Dort darf ich nach Herzenslust alles volltropfen, während ich draußen unter dem Vordach stehe und frühstücke.

Viele Tankstellen in Irland bieten überraschend guten Kaffee und eine Auswahl leckerer Pasteten an. Ich kaufe einen Becher Kaffee und entscheide mich für ein Steak & Kidney Pie, ein Blätter­teig­brötchen, das mit einem Gulasch aus Rindfleisch und Nieren gefüllt ist. Ich frage mich ernsthaft, wie die Britische Küche zu ihrem zweifelhaften Ruf gekommen ist, wenn es hier sogar Nieren zum Frühstück gibt. Ich liebe Nieren.

Steak and Kidney Pie

Über Mitchelstown und Mallow fahre ich weiter auf die Küste zu. Straßen, die auf meiner Land­karte mit einem R markiert sind, Regional Roads, sind auch auf meiner hoch­beinigen Enduro kein Vergnügen. Der Asphalt ist so uneben, dass ich das Gefühl habe, eher einen Press­luft­hammer als einen Motorradlenker zu halten.

Eine Spezialität irischer Straßen sind Gullis, die im Lauf der Jahre mit jeder weiteren Asphalt­schicht tiefer in der Versen­kung verschwinden und formidable Schlaglöcher abgeben. Dafür hat der 6. Gang heute frei, er wird kaum benötigt.

Seit einer Weile ist es trocken und ich ziehe die Regenkombi aus. Dabei entdecke ich einen langen Riss am Bein, den ich im vergangenen Jahr in Schottland schon einmal geflickt habe. Die gezackte Endurofußraste der KLX hat die Stelle wieder aufgerissen. Heute abend werde ich das noch einmal sorgfältig reparieren.

In Dunmanway stelle ich das Motorrad auf der High Street ab und gehe zum ersten Mal in einen der auf­fälligen, roten SuperValu Märkte, die man hier sehr häufig sieht. Ich bin über­rascht, dort sogar einen Butcher Tresen zu finden.

"How you doin'?", wie gehts, fragt der Butcher schon aus einiger Entfernung, als ich nur einen kurzen und betont unbeteiligten Blick auf die Steaks riskiere. Aber ich bin vorsichtig geworden und antworte nur mit einem knappen: "Fine, thanks."

Der Tankwart in Tipperary hatte mich nämlich dasselbe gefragt, worauf ich höflich von meinem Aufenthalt im Krankenhaus erzählt habe, wie dann der Lehrling die zweite OP versaut hat und wie ich schließlich rausgeflogen bin, weil ich dem Oberarzt nicht hübsch genug war. Aber da hatte dieser unhöfliche Patron sich längst weggedreht. Warum fragt er dann überhaupt? Seitdem antworte ich nur noch knapp.

Inzwischen lässt der SuperValu Butcher einen Schwall Worte auf mich los, von denen ich außer 'Motorbike' und 'You' kein einziges verstehe. Nun ist es nicht so, dass ich überhaupt kein Englisch verstehe, nur eben nicht seines.

Pointiert und mit regungslosem Gesichtsausdruck spreche ich betont deutlich: "Excuse me, please, but I cannot understand you. I don't speak english, but I would like to have one rib eye steak, please."

Zur Strafe kaufe ich bei ihm nur ein einziges Steak und erneuere meinen Schwur, den ich letztes Jahr in Schottland geleistet habe: Solltet ihr jemals nach Deutschland kommen und mich etwas fragen, dann werde ich im breitesten Holsteiner Platt antworten "Nee, mien Deern. Töv mo. Dat kann i di oug ni seng". Da könnt ihr soviel Deutsch können wie ihr wollt.

Mit diesem Gedanken der Genugtuung und um von dem einzelnen Entrecote nicht zu ver- hungern, lege ich zusätzlich eine Steakpfanne mit Zwiebeln, einen Cadbury Flake und eine Dose Bier in meinen Einkaufskorb. Fleisch, Bier und Schokolade. Diese Kombination ist unschlagbar.

Dunmanway

Nachdem ich meinen Einkauf im Tankrucksack verstaut habe, schlendere ich die High Street entlang, um mir die hübschen Geschäfte anzusehen, denn auch wenn Dunmanway eher ein großes Dorf mit 2.000 Einwohnern ist, hat es doch mehrere Läden, Pubs und Restaurants.

Ich werde mich in ein Café setzen. Vielleicht komme ich ins Gespräch und erfahre ein wenig aus der Gegend. Es gibt sogar mehr als eines und ich suche mir das kleinste und gemütlichste aus. Es heißt An Chistin, was The Kitchen bedeutet, wie ich gleich erfahren werde.

Ich öffne die Tür und zögere. Die wenigen Tischen sind mit Porzellan und feiner Tischwäsche sorgfältig eingedeckt. Vielleicht eine geschlossene Gesellschaft? Noch ist das Café fast leer. Nur eine Frau in meinem Alter sitzt alleine an einem Tisch und liest die Zeitung.

An Chiscin Dunmanway The Kitchen

"Excuse me, please", frage ich, "May I come in, or is there a special event today?", "No, no, just sit down. It's always like this. The old folks like it that way", erwidert sie freundlich.

"What would you have?", nimmt sie die Bestellung auf. Ich ordere meinen üblichen Toast and Coffee und setze mich an den Tisch, auf dem noch ihre Zeitung liegt.

Nach wenigen Minuten ist der Toast fertig und sie setzt sich zu mir. "Where do you come from?", eröffnet sie das Gespräch und schon bald sind wir in eine angeregte Unterhaltung vertieft.

Ich erfahre, dass Mary, oder Maria, wie sie wirklich heißt, vor Jahrzehnten aus Deutschland hier eingewandert ist. Wir sprechen über die Wahlen, die heute abgehalten werden. Anders als bei uns, wird an einem Wochentag gewählt und die Kinder freuen sich, weil die Schulen als Wahllokale gebraucht werden und sie frei haben.

Mary berichtet, dass Irland in einer Rezession stecke, die sogar schlimmer sei, als die der 80er Jahre. Die Jugendlichen fänden keine Arbeit und über die aktuell wieder sinkenden Arbeits­losen­zahlen kann sie nur lachen: Das läge allein daran, dass Tausende junger Iren auswandern und in Australien, Kanada und Neuseeland ihr Glück suchten.

Auch die Verbrechensrate sei in den vergangenen 10 Jahren stetig gestiegen. Noch vor 13 Jahren, als Mary nach Dunmanway gezogen ist, sei es üblich gewesen, sein Haus unver­schlossen zu lassen. Das sei heute sogar auf dem Lande undenkbar und ich bemerke einen Anflug von Traurigkeit in ihrer Stimme.

Tatsächlich kann man nicht durch Irland fahren, ohne die Anzeichen einer neuen Armut zu bemerken. Leerstehende Geschäfte, abgewohnte Fassaden und Läden, die mehr vom Enthusiasmus ihrer Besitzer, als von ihren Umsätzen am Leben gehalten werden. Menschen, denen man ansieht, dass sie ihr Geld genau einteilen müssen. Irland erinnert mich an ein Apartment in bester Lage, an dem lange nichts mehr gemacht wurde. Es wirkt abgewohnt und vieles ist renovierungs­bedürfig.

Marys warmherzige Art macht es zu einem Vergnügen, sich mit ihr zu unterhalten und ich fühle mich wohl in ihrem Café. Wenn ich hier wohnen würde, wäre ich ganz sicher Stammgast im The Kitchen. Ich verabschiede mich herzlich und mache mich auf nach Skibbereen, meinem Tagesziel für heute.

In Skibbereen sehe ich zum ersten Mal seit zwei Tagen einen anderen Motorradfahrer. Er steht mit seiner Triumph Scrambler auf einer Verkehrsinsel mitten auf der High Street. Bei dem dichten Verkehr erscheint auch mir das als sinnvoller Parkplatz und ich fahre die KLX auf den Bordstein.

Wir begrüßen uns und sprechen ein paar Sätze, bevor ich ihn neugierig frage, ob ich mich einmal auf seine Maschine setzen darf. Scrambler sind die Vorläufer der heutigen Enduros und die Triumph sieht total cool aus. Ich liebe dieses Motorrad schon seit Jahren.

Erwartungsvoll setze ich mich auf die schwere Maschine und versuche ein Gefühl für sie zu bekommen. Sie erscheint mir zu tief und ist mit über 230 Kilo auch viel zu schwer und unhandlich. Dieses Gewicht bringt meine KLX auf die Waage, wenn ich mit Urlaubsgepäck, Campingausrüstung und Pieps oben drauf sitze. Trotzdem freue ich mich über das Probe­sitzen, denn jetzt kann ich dieses Modell von meiner Wunschliste streichen.

Der Fahrer ist ein älterer Herr von vielleicht Mitte 50, aber ich finde es ja toll, wenn Leute in dem Alter noch Motorrad fahren. Er möchte wissen, wie ich die irischen Straßen finde. Ich zögere kurz, aber dann sage ich ganz ehrlich, wie grässlich ich viele Straßen in Irland finde. Ich berichte von üblen Potholes, schimpfe über fehlende Signposts und kann spüren, wie unsere aufkeimende Freundschaft jäh verdorrt.

Inwischen kommen zwei weitere Motorradfahrer auf uns zu. Einer zeigt auf mich und ruft schon von weitem: "You were on the ferry", und ich erkenne ihn wieder. Er war mit seiner CBF600 erst in letzter Minute aufs Schiff gerollt und bei der Ankunft in Rosslare habe ich ihm geholfen, seine Maschine loszumachen, diesmal allerdings ohne mein Messer. Er wusste nur nicht, wie man die Gurte öffnet.

Wir sprechen ein paar Sätze und ich erzähle, dass ich den Camping­platz in Skibbereen suche. "Brrrr", sagt er mit einem Blick zum Himmel und schüttelt sich, kann mir aber den Weg genau beschreiben.

The Hideaway Camping Skibbereen

Bevor ich zum Zeltplatz fahre, mache ich mich in der High Street auf die Suche nach einem Bookshop. Ich brauche Lesenachschub. The Sentry habe ich ausgelesen und ich hatte Recht: Am Ende hat Dru sich als übles Miststück entpuppt und dafür war sie nun doch nicht hübsch genug. Das Motorrad lasse ich auf der Verkehrsinsel stehen, den Helm über dem Rückspiegel.

In einem sehr schönen Laden kaufe ich mir eine Ausgabe von The Hunger Games, das in Deutschland gerade als Die Tribute von Panem Furore macht. Ich bin sehr gespannt auf das Buch. In vielen Blogs wurde es postitiv besprochen und inzwischen gibt es auch den Kinofilm dazu.

Jetzt habe ich alles an Bord: Fleisch, Bier, Schokolade und ein frisches Buch. Der Camping­platz in Skibbereen liegt leider nur 400 m vom Ortskern direkt an einer Durch­fahrt­straße. Ich halte nicht einmal an, sondern fahre daran vorbei weiter auf die Küste zu, wo ich auf der Karte einen zweiten Platz eingezeichnet habe. Leider finde ich ihn nicht, oder es gibt ihn nicht mehr, so dass ich nach 30 km doch nach Skibbereen zu The Hideaway Camping zurückkehre.

Für Irland ist es wirklich sinnvoll, seine Campingplätze zumindest grob vorzuplanen, denn es gibt kaum mehr als 100 Plätze im ganzen Land, von denen einige keine Zeltcamper auf­neh­men. B&B hingegen findet man selbst in der Pampa an jeder zweiten Milchkanne.

The Hideaway sieht auf den ersten Blick ziemlich ätzend aus, weil vorne nur Schotterplätze sind, auf denen die weiße Ware, Wohnwagen und Wohnmobile, steht, aber die Zeltplätze liegen im hinteren Bereich und sind sehr liebevoll angelegt, toller Rasen und Hecken als Sicht- und Windschutz. Die Waschhäuser sind sogar ganz ausgezeichnet und das nicht nur im Ver­gleich zu Powers-the-Pot. Auf den zweiten Blick gefällt mir The Hideaway richtig gut.

"I will be back soon. Helen", steht auf einem Zettel an der Tür zur Rezeption. Ich warte einen Moment, entscheide mich dann aber, schon einmal das Zelt aufzustellen und später noch einmal nach Helen zu sehen.

Nasses Zelt

Es steht kein anderes Zelt auf dem Platz und ich suche mir die schönste Stelle aus, einen erhöhten Rasenstreifen vor eine Hecke mit freiem Blick nach Osten. So kann die Sonne am nächsten Morgen das Zelt vom Tau trocknen.

Kuppelzelt aufbauen

Es ist erstaunlich, wie frisch ein nasses Zelt in einem wasserdichten Packsack aus Kunststoff bleibt. Sogar die Schnecken sind noch frisch und bester Laune. Angeekelt schnipse ich sie ins Gras und hoffe, dass ich damit nicht die Schneckenpest von Powers-the-Pot weitergebe, aber ich weiß mir gerade nicht anders zu helfen.

The Hideaway Camping Skibbereen

Das Wetter ist ganz prima. Nur wenige Wolken sind am Himmel und es ist erstaunlich warm. Mit einer Rolle Gewebeband und der Regenkombi setze ich mich an einen der Tische neben dem Waschhaus und repariere den Riss im Bein der Kombi. Das alte Klebeband ziehe ich vorsichtig ab, reinige die Stelle und setze sorgfältig zwei Streifen Tesaband darüber. Das sollte wieder eine Weile halten.

Regenkombi reparieren

Die Sache mit dem Fleischbraten und dem Essen am Zelt ist für mich jeden Tag etwas ganz Besonderes. Schon das Einkaufen macht mir Spaß und wenn ich dann später mit dem Dubs im Zelt sitze und vor mir das Fleisch in der Pfanne brutzelt, dann ist das für mich das Highlight des Tages. Dabei geht es um mehr als Essen.

Sogar das Abwaschen hinterher macht mir Freude, wenn ich mit meiner kleinen Laborflasche voll Geschirrspülmittel in die Camper Kitchen gehe und die wenigen Teile sorgfältig reinige, abtrockne und wieder im Tankrucksack verstaue.

Svenja brät Steaks

Allein das Bier ist heute ein Reinfall. Es schmeckt nach vergorener Apfelschorle. Bulmers steht auf dem Etikett, das kenne ich nicht. Kein Wunder, entdecke ich, das ist ja gar kein Bier, sonder Cider. Nach wenigen Schlucken habe ich mich an den Geschmack gewöhnt und finde ihn sogar sehr lecker. Es hat 4,5 % Alkohol, ähnlich wie Bier. Auf jeden Fall mag ich es lieber als Guinness, das mich an Malzbier mit Honig erinnert und beides ist nicht mein Fall.

Pieps im Schlafsack

Ich bin schon so gespannt auf "The Hunger Games" und verziehe mich ganz früh in meinen Schlafsack, um in Ruhe zu lesen.

- Motorrad gefahren? Check.
- Schöne Landschaft gesehen? Check.
- Mich nett unterhalten? Check.
- Einen guten Campingplatz gefunden? Check.
- Gutes Essen gebraten? Check.
- Ein gutes Buch und einen warmen Schlafsack? Double Check!

Gute Nacht, Welt...

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In meinem Blog könnt ihr einen Kommentar zur Reise abgeben und darüber würde ich mich sehr freuen, damit ich weiß, dass überhaupt jemand das hier gelesen hat...








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Svenja Svendura Panic Coda iMacMade by Svenja Svendura on Apple iMac with Panic Coda and Photoshop Elements.