Inhaltsverzeichnis
Anreise
Tag 1: Kiel - Esbjerg
Tag 2: Harwich - Adderbury
Tag 3: Adderbury - Pencelli
Irland
Tag 4: Pencelli - Rosslare
Tag 5: Rosslare - Clonmel
Tag 6: Clonmel -Skibbereen
Tag 7: Beara Peninsula
Tag 8: Ring of Kerry - Dingle
Tag 9: Dingle Peninsula
Tag 10: Cliffs of Moher
Tag 11: Galway und Achill Island
Nordirland
Tag 12: Achill - Lough Erne
Tag 13: Giant's Causeway
Tag 14: Mountains of Mourne
Irland
Tag 15: Wicklow Mountains
Tag 16: Rathdrum
Tag 17: Die Wicklows - Rosslare
Wales
Tag 18: Pembroke - Cardigan
Tag 19: Cardigan - Disserth
Tag 20: Disserth - Porthmadog
Tag 21: Porthmadog
Tag 22: Porthmadog
Tag 23: Snowdonia Rundtour
Tag 24: Brecon Beacons
England
Tag 25: Pencelli - Cotswolds
Tag 26: The Cotswolds
Tag 27: Highfield Farm
Heimreise
Tag 28: Harwich International Port
Tag 29: Esbjerg - Kiel
Fazit der Reise Platzhalter Route Irland 2012
Platzhalter Route Irland 2012
Platzhalter Irland Benzinpreise
Platzhalter Receipt Dunnes Stores Leggings kaufen
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Info: Jambons
Zutaten: (für 8 Stück)
- 1 x Blätterteig
- 4 große Scheiben Schinken
- 135 g geriebener Cheddarkäse
- 1 Esslöffel Crème Fraîche
- 2 Esslöffel Frischkäse

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Platzhalter 1. Ofen auf 200° C vorheizen

2. Schinken kleinschneiden und mit Cheddar, Crème Fraîche und Frisch­käse vermischen

3. Blätterteig in 8 Quadrate schneiden und in die Mitte jedes Stücks etwas Käse­mischung löffeln

4. Teig an jeweils 2 gegenüber liegen­den Ecken fassen und gut zusam­men­drücken, damit sich eine Tasche wie auf dem Foto bildet

5. Mit Backpapier auf dem Backblech in 15-18 min goldbraun backen

Tipp: Den Blätterteig bekommt man fertig im Kühlregal. Damit sollte das Rezept ganz einfach sein. Wer probiert es als Erster aus und berichtet davon?
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Info: Achill Island
Achill Island ist die größte Insel Irlands. Man erreicht sie vom Festland der Grafschaft Mayo über eine Brücke, die den Achill Sund überspannt.

Die Insel ist zu 87% von Torfmooren bedeckt, der Rest sind Berge und wunderschöne weiße Strände.

Während der Hochsaison im Juli und August ist die Insel eine gut besuchte Touristenattraktion, aber Anfang Juni war es dort sehr einsam.
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Info: Sandybanks Camping
Der Keel Sandybanks Camping Park liegt auf Achill Island in der Ortschaft Keel direkt am Meer.

Von jedem Platz des weitläufigen Wiesen­geländes aus hat man einen schönen Blick auf die 243 m hohen Minaun Cliffs. Das Tosen der Brandung ist deutlich zu hören.

Die Waschhäuser sind gute Mittel­klasse und absolut ok.

Preis 2012: Mit Zelt und Motorrad habe ich 12 € bezahlt.

Würde ich dort noch einmal zelten?
Ja. Die Zeltwiese ist in Ordnung, wenn auch ohne jeden Wind- und Sichtschutz und die Waschräume sind ok.

Tipp: Der Platz liegt zwischen dem Meer und der Durchgangsstraße durch Keel, so dass es nur 250 m bis in den Ort sind. In Keel gibt es einige kleine Läden, einen Butcher, Restaurants und Pubs.



Galway und Achill Island

Mit einem Rest wohliger Bettwärme am Körper ziehe ich den Reißver­schluss des Zeltes auf und werfe einen Blick nach draußen. Der Himmel sieht dramatisch aus. Wie in Independence Day mit den Monster­wolken, kurz bevor das erste Raum­schiff über Manhattan auftaucht.

Wetter Irland Camping

Schlimmer als die Monsterwolken ist der böige Wind, der kräftig vom Atlantik herüber­bläst. Ich nehme die Zeltnägel zu Hilfe und stecke sie mehrmals um, bevor es mir gelingt, den wild flatternden Stoff zu bändigen, aber schließlich knie ich auf der nassen Zeltrolle und stopfe sie in den blauen Packsack.

Zelt zusammenrollen In Kinvara fahre ich auf eine Tank­stelle, weil ich ein Schild 'Fresh Made Sandwiches' sehe, aber das ist eine Mogel­packung. Sie ver­kau­fen nur die üblichen Plastik­dreiecke, die es auch zuhause an jeder Tanke gibt. Inzwischen bin ich Besseres gewohnt: Ich möchte frische, warme Jambons.

So trinke ich nur einen Kaffee aus dem Automaten und hebe mir das Frühstück für später auf. Nächster Halt ist Galway, drittgrößte Stadt Irlands und Metropole der Gegend.

'Attention new Road Layout ahead' verkünden mehrere große Leuchttafeln, als ich bei strö­men­dem Regen auf der vierspurigen Straße nach Galway hineinfahre. Zwei große, neue Roundabouts werden gebaut und es herrscht das totale Verkehrschaos.

Außer den Warnschildern gibt es keinerlei Verkehrslenkungs- oder Sicherungsmaßnahmen. Die Bauarbeiter rennen wie ein Rudel Gurken zwischen den Autos herum und versuchen, ihre Arbeit zu machen. Dabei drohen sie jede Sekunde, überfahren zu werden.

Nichts geht mehr. Wer sich traut, fährt, die Übrigen können warten bis zum St. Nimmerleins­tag. Ich taste mich durch den Stau nach vorne und heize im Blitzstart durch eine kleine Lücke im Querverkehr. Galway ist das reine Chaos heute morgen und jetzt habe ich mich auch noch verfahren. Die Karte ist im Tankrucksack nicht zu erkennen und der Kompass wird von der Regen­kombi verdeckt.

Motorradfahren bei Regen

Der Parkplatz eines Supermarktes ist die Rettung. Aus Kilkenny weiß ich, dass man in den Dunnes Stores prima einkaufen kann und es sicher auch ein Café gibt. Ich erleide gerade einen inneren November und brauche dringend eine Auszeit vom Wetter und dem hektischen Großstadtverkehr.

Unter dem Vordach am Eingang stelle ich das Motorrad ab und ziehe die Regenkombi aus. Ich muss unbedingt wissen, wie das Wetter in den nächsten Tagen wird und rufe Claudia zuhause in Kiel an. Für die Westküste Irlands zeigt Wetter Online die verhasste schwarze Wolke mit den drei Tropfen an, die Höchststrafe.

Ich setze mich in die Mall und kaufe mir einen Becher Kaffee und eine Sausage Roll zum Frühstück, aber nicht einmal das kann meine Laune bessern. Soll ich die Irlandreise hier abbrechen? Oder vom Zelt auf B&B umsteigen?

Ich bin unentschlossen. Bis jetzt hat Irland mir nicht so gut gefallen, dass ich nicht ebensogut abbrechen könnte, aber eine falsche Entscheidung aus schlechter Laune heraus würde die ganze Reise gefährden. Ich muss nachdenken.

Ich tue etwas, das sich immer sehr bewährt hat, wenn ich mies drauf bin: Ich kaufe mir Klamotten. Drei Leggings später, pink, mocca und schwarz, geht es mir schon deutlich besser und ich fasse einen Plan: Ich fahre einfach straight weiter, genauso, wie ich es geplant habe.

Kette fetten Wenn ich jetzt umkehre, oder auf Hotelzimmer ausweiche, werde ich mir später wie ein Weichkäse vor­kommen und es immer bereuen, heute auf­ge­geben zu haben.

Zuerst aber decke ich mich noch mit einem besonderen Essen für den Abend ein und schreite in deutlich aufgehellter Laune in die Fleisch­abteilung.

Bei dem Mistwetter belohne ich mich mit Entrecotes aus 'Organic Irish Beef'. Gibt es auch anderes?

Bevor ich aus Galway starte, fette ich erneut die Kette der Kawasaki und fahre danach in voller Regenmontur in Richtung Nordwesten. Mein Tagesziel heißt Achill Island.

Die Strecke auf der R336 von Maam Cross über Leenaun und die N59 über Westport nach Achill Island muss bei gutem Wetter ein Genuss sein. Ich sehe Torfgruben, ein Castle und einen Wasserfall, aber die kleine Lumix ist unter drei Schichten Kleidung regensicher verstaut.

Motorradtour durch Irland

Was mich vom ersten Tag an in Irland erstaunt hat, ist die völlig unpassende Architektur neuer Gebäude. Besonders die jungen Einfamilienhäuser sind hässliche Kästen, die sehr nach USA und noch mehr nach Fertighaus aussehen. Dabei wirken sie überhaupt nicht billig, sie passen nur so gar nicht hier hin. Woher kommt dieser fremde Baustil?

Die Fahrt nach Achill Island (Infobox) macht trotzdem Spaß. In völliger Einsamkeit fahre ich durch die Heidelandschaft und sehe immer wieder Torfgruben links und rechts. Torf wird in Irland bis heute als Brennstoff zum Heizen und Kochen genutzt.

Irland auf dem Motorrad bei Regen

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Achill Island Motorrad

Am späten Nachmittag erreiche ich Sandybanks Camping, ein großes Wiesengelände mit Blick aufs Meer, das bis auf einige Dauercamper nahezu verlassen ist. Nur ein Radfahrer zeltet auf der Wiese, aber dessen Laune ist noch mieser als meine vorhin in Galway und er würdigt mich keines Blickes.

Meine Stimmung hingegen ist wieder ganz prima. Während ich das Zelt aufstelle, regnet es munter weiter, aber das macht nichts. Ich freue mich auf mein trockenes Bett und auf ein Premium Abendessen. Nach kurzer Zeit bin ich fertig und mache es mir gemütlich.

Sandybanks Camping Achill Island Irland

Nicht mal ein Millimeter Stoff trennt mich von der Außenwelt und trotz­dem fühle ich mich so geborgen im Zelt, wenn ich warm und trocken im Schlafsack liege, während draußen Regen und Wind peitschen.

Das Abendessen ist ganz prima und an den Entrecotes nichts auszusetzen, aber eigentlich hätte ich jetzt lieber Fischstäbchen mit Kartoffelpüree. Wenn ich könnte, würde ich mit dem Fuß aufstampfen. Pieps versteht das.

Braten im Zelt

Es heißt, wenn die Langeweile anfängt, dann setzt die Erholung ein und heute ist es soweit. Entspannt liege ich im Zelt und lese einen englischen Krimi, dessen Handlung sich so lang­sam entwickelt, dass es auf Seite 50 noch immer keine Leiche gibt. Leider habe ich in Galway vergessen, nach Band 2 der Hunger Games zu fragen, so dass ich mich weiter durch die komplizierte Handlung des langweiligen Krimis kämpfe.

Wie sich die Gefühle ändern. Heute morgen wollte ich noch nach Hause fahren und jetzt liege ich satt und zufrieden im Schlafsack und bin pikiert, weil meine Reise nur noch knappe drei Wochen dauern wird. Versteh einer die Weiber...

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In meinem Blog könnt ihr einen Kommentar zur Reise abgeben und das wäre echt prima, damit ich weiß, dass überhaupt noch jemand bis Tag 11 mitgelesen hat...








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Svenja Svendura Panic Coda iMacMade by Svenja Svendura on Apple iMac with Panic Coda and Photoshop Elements.